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#ZukunftKMU – Ein Reformhaus geht neue Wege zur Kundenansprache

27.08.2026

In unserer Kampagne #ZukunftKMU stellen wir die Beratung- und Qualifizierungspraxis aus den Regionalen Zukunftszentren anhand ausgewählter Unternehmensbeispiele vor. Heute ein Beispiel aus dem Zukunftszentrum Thüringen.

Das Unternehmen Reformhaus Dr. Geller

Seit 2011 steht das inhabergeführte Reformhaus Dr. Geller aus Weimar mit Inhaberin Marika Geller und ihren drei Mitarbeiterinnen für ein natürliches und organisches Sortiment. Ob Naturkosmetik, Ayurvedaprodukte oder Bio-Lebensmittel, die Kundschaft findet ein mit großer Sorgfalt ausgewählte Warenangebot.  Als Dr. Marika Geller mit ihrem Reformladen in ein neues Geschäft umzog, änderte sich mehr als nur die Adresse, auch die Sichtbarkeit gegenüber den Kunden stand plötzlich auf dem Prüfstand:

Die Sichtbarkeit unseres Reformladens lag mir sehr am Herzen. Nachdem wir von einem Ladengeschäft am Markt in unser neues Geschäft gezogen waren, war die Sichtbarkeit nicht mehr ausreichend gegeben. Unser kleines Schaufenster bot den Kunden keine Möglichkeit, von unserem Angebot in seiner ganzen Breite Kenntnis zu erlangen. Dr. Marika Geller. 

Angesprochen wurde Dr. Geller von Monika Seiffert, Mitarbeiterin des Innovation Living Labs von Prof. Andrej Werner an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Verbundpartner im ZeTT – Zentrum Digitale Transformation Thüringen. Schnell stellte sie fest, dass in der Erprobung von Digitalisierungstechnik eine große Chance für ihr Reformhaus liegt. Den Auftakt für die Zusammenarbeit bildete ein Workshop, um die dringlichsten Knackpunkte im Geschäftsalltag herauszuarbeiten. Darauf aufbauend wurde der gesamte Digitalisierungsprozess durch weitere Workshops begleitet und umgesetzt.

Der Unternehmensalltag im Reformhaus ist geprägt von Dynamik. Sich Zeit für die Digitalisierung zu nehmen, erfordert gutes Zeitmanagement sowie ein feines Gespür für Veränderungsprozesse. Eine professionelle Begleitung ermöglicht einen Start, der sonst verschoben würde, so Dr. Marika Geller.

Das ZeTT-Qualifikationskonzept Lern und Future Store für den Einzelhandel als Startpunkt der Veränderung

Der Lern und Future Store bietet einen interaktiven und virtuellen Raum. Ausgestattet mit innovativer Technik zeigt der Lern und Future Store vielfältige Anwendungsbeispiele, darunter Technologien zur Verknüpfung analoger und digitaler Vertriebskanäle sowie Kundeninteraktionen.

Hier konnten die Inhaberin und ihre Mitarbeiterinnen Musterlösungen und Prototypen testen und ihre eigenen Wünsche sowie Anregungen äußern. Im Reallabor konnten dann mit Monika Seiffert und Prof. Andrej Werner individuelle Fragen diskutiert werden. Die Wahl fiel dabei auf einen 360-Grad-Scan des Reformhauses in Weimar, der als WebApp umgesetzt wurde. Im letzten Schritt erfolgten die Einführung und Erprobung des eigenen 360-Grad-Scan im Ladengeschäft.

Der Umgang mit sozialen Medien ist für uns viel durchsichtiger geworden. Die Nutzung von Digitalisierungstechnik wäre für mich aus Zeitmangel sonst nicht umsetzbar gewesen. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem ZeTT habe ich viele Hinweise umsetzen können. Gegenwärtig dürfen sich meine Mitarbeiterinnen aktiv einbringen und Vorschläge für Posts erstellen. Das motiviert und stärkt unseren Zusammenhalt im Reformhaus. Mir ist es zudem wichtig, dass auf diese Weise mein Team für die Kunden besser sichtbar wird. Der Mensch mit seinen persönlichen Empfehlungen, die Vorstellung der Personen, all das lässt uns viel greifbarer wirken. Dr. Marika Geller.

Das Ergebnis: 360-Grad-Scan des Reformhauses als Webapp

Der 360-Grad-Scan vereint verschiedene Kundenwünsche in digitalisierter Form.

  • Der Kunde kann 24/7 durch unser Ladengeschäft gehen und sich informieren. Er sieht, welche Produkte wir anbieten, es entsteht ein Beratungswunsch.
  • Idealerweise kommt der Kunde zeitnah zu einer Beratung im Laden vorbei. Über die Webapp kann hierfür ganz bequem ein Termin mit uns vereinbart werden.
  • Zudem kann der „Call und Collect Service“ genutzt werden. Damit vermeiden wir das Problem, dass unsere Kunden im Laden etwas erwerben möchten, das nicht vorrätig ist
  • Darüber hinaus bietet die Webapp einen Zugang zu unserer Homepage sowie zu Instagram, um weitere Kundenbindung aufzubauen.

Im Rahmen der Beratung konnten wir uns mit unterschiedlichen Themen auseinandersetzen. Die Homepage ist nun neugestaltet und rechtlich geprüft, wir achten auf die Verwendung der Keywords und feilen an den Beschreibungen. Zudem haben wir gelernt, dass das Thema Social Media nur langfristig anzugehen ist. Wann posten, wie posten, welche Inhalte, mit welchen Worten und Schriftarten. Es gibt dabei Einiges zu beachten, was uns vorher nicht bewusst war. Gerade arbeiten wir an der Erstellung eins Redaktionsplans. Frau Seiffert hat uns letzte Woche erklärt, wie wir hierfür KI-Agents nutzen können. Der Demonstrator ist unglaublich facettenreich und bietet zahlreiche Ausbildungsanlässe für mich und mein Team. Dr. Marika Geller.

Hier finden Sie weitere Informationen über das Regionale Zukunftszentrum Thüringen.