1
Wissenspool-Beitrag

Das KI-ULTRA Evaluation Toolkit

Ein kostenfreier Fragebogen zur Bestimmung von Rahmenbedingungen für den KI-Einsatz im Unternehmen
19.01.2026
Lesezeit: ca. 6 min
Beitrag teilen

Verschiedene Herausforderungen bei der Einführung von KI

Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) können kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland entscheidende Wettbewerbsvorteile verschaffen. Damit diese Potenziale ausgeschöpft werden können, müssen jedoch geeignete Rahmenbedingungen im Unternehmen vorhanden sein. Hindernisse beim Einsatz von KI sind vielfältig und unterscheiden sich von Betrieb zu Betrieb. Eine Studie der Universität Stuttgart zeigt: Es gibt nicht die eine große Hürde, sondern individuelle Herausforderungen, die sich je nach Unternehmen unterscheiden.

Typische Hürden bei der Einführung von KI

Folgende Bereiche können für KMU zu Stolpersteinen werden:

  • Projektvoraussetzungen: Projektstart, Durchführung und Nutzbarmachung der Ergebnisse, für jede dieser Phasen müssen eigene Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören Ressourcen, klare Prozesse und die Unterstützung durch relevante Personen im Unternehmen. Vor allem das Thema der Prozesse ist häufig eine Herausforderung für KMU.  
  • Kompetenzmanagement: Neben den Projektbeteiligten benötigen auch andere Mitarbeitende neue Kompetenzen. KI kann Arbeitsabläufe verändern oder neue Aufgaben schaffen, die gezielte Weiterbildung erfordern.
  • Technische Voraussetzungen: Daten müssen in ausreichender Qualität und Menge vorliegen. Zudem braucht es eine geeignete technische Infrastruktur, um KI-Anwendungen erfolgreich einzusetzen.
  • Unternehmenskultur: Vertrauen, Kooperation und eine konstruktive Fehlerkultur sind entscheidend, um komplexe Themen wie KI gemeinsam zu bewältigen.
  • Führung: Führungsstile, die Eigeninitiative fördern und selbstbestimmtes Handeln ermöglichen, unterstützen die erfolgreiche Umsetzung von KI-Projekten.
  • Einstellungen zu KI: Vorbehalte der Mitarbeitenden können die Einführung erschweren. Sensibilisierungsmaßnahmen, etwa durch KI-Demonstratoren, helfen, Akzeptanz zu schaffen.

Unterstützung durch das KI-ULTRA Evaluation Toolkit

Mit dem Modul 1 des KI-ULTRA Evaluation Toolkit können Unternehmen bestimmen, wie sie bezüglich dieser wichtigen Einflussfaktoren abschneiden und wo sie gezielt mit Transformationsprozessen ansetzen können. Der Fragebogen wurde im Rahmen des vom BMAS geförderten Projekts KI-ULTRA mit 29 Unternehmen aus Deutschland entwickelt und ist als kostenloses Online-Tool verfügbar (https://websites.fraunhofer.de/ergebnisse-ki-ultra/ki-ultra-evaluation-toolkit). Nach dem Abschluss der Befragung wird automatisiert eine Auswertung mit Benchmark erstellt. Aus den Ergebnissen lässt sich ableiten, welche Kapitel in den KI-ULTRA Leitfäden (https://websites.fraunhofer.de/ergebnisse-ki-ultra/ki-ultra-leitfaden) für das Unternehmen besonders wertvolle Impulse beinhalten.

Das Modul 2 des Evaluation Toolkit kann nach dem Abschluss eines KI-Einführungsprojekts dazu genutzt werden, um den Projekterfolg zu messen und für zukünftige Projekte zu lernen.

Beratung durch die Zukunftszentren

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie in Ihrem Unternehmen günstige Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI schaffen können, wenden Sie sich an Ihr regionales Zukunftszentrum. Dort erhalten Sie individuelle Beratung und praxisnahe Unterstützung.