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#Qualifizierung – Gesprächsstark führen – eine Kooperation mit A-ROSA

11.08.2026
Lesezeit: ca. 12 min
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Name des Unternehmens: A-ROSA

Beschäftigte: 127
Ort: Rostock
Branche: Reederei
Website: https://www.a-rosa.de/index.html
 
Betriebsrat vorhanden: ja

Aufgabe der Qualifikation

  • Entwicklung eines reflektierten und zukunftsorientierten Führungsverständnisses.
  • Stärkung der Kommunikations- und Gesprächsführungskompetenz, insbesondere im Umgang mit schwierigen und sensiblen Gesprächssituationen.
  • Förderung einer konstruktiven Feedback- und Führungskultur.
  • Erkennen und Entwickeln von Potenzialen sowie Begleitung von Veränderungs- und Entwicklungsprozessen bei Mitarbeitenden.
  • Ausbau von Handlungskompetenzen für eine wertschätzende, lösungsorientierte und zukunftsfähige Führung in einem sich wandelnden Arbeitsumfeld.

Ziele der Qualifikation

Nach erfolgreicher Teilnahme sind die Teilnehmenden in der Lage,

  • ihre eigene Führungsrolle zu reflektieren und ein bewusstes Führungsverständnis für die eigene Praxis zu entwickeln.
  • unterschiedliche Führungsansätze und Menschenbilder einzuordnen und deren Bedeutung für das eigene Führungshandeln zu beurteilen.
  • Mitarbeiter:innengespräche adressat:innengerecht vorzubereiten, professionell zu führen und konstruktiv nachzubereiten.
  • Feedback sowie herausfordernde Gespräche wertschätzend, lösungsorientiert und zielgerichtet zu gestalten.

Anlass der Qualifikation

Die Qualifizierung wurde vor dem Hintergrund einer organisatorischen Umstrukturierung entwickelt, in deren Folge mehrere Mitarbeitende erstmals Führungsverantwortung übernahmen oder sich in veränderten Führungsrollen wiederfanden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Führungskräfte, Veränderungsprozesse zu begleiten, Potenziale zu erkennen, konstruktiv zu kommunizieren und Orientierung in einem dynamischen Arbeitsumfeld zu geben. Die Qualifizierung zielte darauf ab, diese zukunftsrelevanten Führungskompetenzen zu stärken und die Teilnehmenden darin zu unterstützen, Mitarbeitende wertschätzend, lösungsorientiert und entwicklungsfördernd in zielführenden Gesprächen zu begleiten.

Ziel der Qualifikation

Ziel der Qualifizierung war es, die Handlungssicherheit der Führungskräfte in ihrer neuen bzw. veränderten Rolle nachhaltig zu stärken. Die Teilnehmenden sollten ein gemeinsames Führungsverständnis entwickeln, ihre Rolle bewusst reflektieren und praxisnahe Werkzeuge für eine wertschätzende, lösungsorientierte und zielgerichtete Gesprächsführung erwerben. Gleichzeitig sollte die Qualifizierung Führungskräfte befähigen, Mitarbeitende auch in zukünftigen Veränderungsprozessen kompetent zu begleiten, Potenziale gezielt zu fördern und den wachsenden Anforderungen einer dynamischen Arbeitswelt souverän zu begegnen.

Ablauf der Qualifikation

Die Qualifizierung wurde auf Grundlage eines mehrstufigen, bedarfsorientierten Vorgehens entwickelt. Den Ausgangspunkt bildeten ein Klärungsgespräch mit der Personalabteilung und der Geschäftsführung sowie ergänzende Interviews mit Mitarbeitenden, um Anforderungen, Herausforderungen und Entwicklungsbedarfe im Führungsalltag zu identifizieren. Auf dieser Basis entstand ein maßgeschneidertes Qualifizierungskonzept, das allgemeine Grundlagen moderner Führung mit den spezifischen Rahmenbedingungen und Führungsleitlinien des Unternehmens verknüpfte. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Reflexion des eigenen Führungsverständnisses und Mindsets, unter anderem anhand der X-/Y-Theorie nach McGregor. Neben fachlichen Inputs und kollegialem Austausch kamen erlebnisorientierte Lernformate zum Einsatz, beispielsweise das Metalog-Tool „SysTeam“, welches Perspektivwechsel und Führungserfahrungen unmittelbar erfahrbar machte. Kontinuierliche Reflexions- und Transferphasen unterstützten die Übertragung der Erkenntnisse in den Führungsalltag und förderten den nachhaltigen Aufbau zukunftsorientierter Führungskompetenzen in einer sich wandelnden Arbeitswelt.

Ergebnisse der Qualifikation

Da die Qualifizierung erst vor Kurzem abgeschlossen wurde, liegen derzeit noch keine belastbaren Daten zu den langfristigen Wirkungen vor. Bereits während der Durchführung zeigten sich jedoch positive Effekte: Der intensive Austausch zwischen den Führungskräften förderte ein gemeinsames Führungsverständnis und schärfte die eigene Rollenwahrnehmung im Kontext der organisatorischen Veränderungen. Die erarbeiteten Ansätze zur Gesprächsführung und Mitarbeitendenentwicklung boten den Teilnehmenden Orientierung für ihren Führungsalltag und unterstützten den Transfer in die Praxis. Langfristig soll die Qualifizierung dazu beitragen, eine nachhaltige Feedback- und Führungskultur zu stärken sowie die Führungskräfte in ihrer Rolle als Gestalter:innen von Veränderungs- und Entwicklungsprozessen im Unternehmen zu festigen.

Mitarbeiter*in des Regionalen Zukunftszentrums: Vivien Dobner, Mirana Ohde, Carola Riehl

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Ansprechpartnerin im Unternehmen: Lisa-Marie Heuer

Interview mit Beteiligten im Unternehmen

Name der Interviewpartnerin: Lisa-Marie Heuer | Manager Culture & Development

1. Wie sind Sie zum ZMV+ gekommen? / Wie haben Sie von den Angeboten erfahren?

Auf das Zukunftszentrum MV+ bin ich im Februar 2026 über LinkedIn aufmerksam geworden. Dort habe ich die Weiterbildung „Ausbilder im Wandel – Impulse zur Kompetenzstärkung“ entdeckt, an der ich gemeinsam mit einer Kollegin im März teilgenommen habe. Die Weiterbildung hat uns von Beginn an überzeugt. Besonders begeistert haben uns die offene und sympathische Art der beiden Trainerinnen sowie das interaktive didaktische Konzept. Statt klassischer Rollenspiele standen praxisnahe Übungen, gemeinsamer Austausch und Selbstreflexion im Mittelpunkt, wodurch die Inhalte sehr greifbar und direkt anwendbar wurden. Im Anschluss an die Weiterbildung kamen wir mit den Projektmitarbeiterinnen ins Gespräch und erfuhren, dass Qualifizierungen auch individuell für Unternehmen entwickelt und durchgeführt werden können. Da wir uns Anfang des Jahres in einem Veränderungsprozess befanden und sich Führungsrollen sowie Verantwortlichkeiten innerhalb unseres Unternehmens neu entwickelt hatten, sahen wir darin eine ideale Möglichkeit, unsere Führungskräfte gezielt zu unterstützen. Deshalb sind wir aktiv auf Carola Riehl zugegangen, um gemeinsam ein passendes Qualifizierungskonzept für unser Unternehmen zu entwickeln.

2. Welche Herausforderungen hatten Sie als Unternehmer*in formuliert?

Unser Unternehmen befand sich in einer Phase der organisatorischen Weiterentwicklung. Im Zuge einer internen Umstrukturierung hatten einige Mitarbeitende erstmals Führungsverantwortung übernommen, während sich auch für erfahrene Führungskräfte Rollen und Aufgaben verändert haben. Gleichzeitig haben wir uns das Ziel gesetzt, Themen wie Personalentwicklung, strukturierte Mitarbeitergespräche und die Förderung von Entwicklungspotenzialen zu vereinheitlichen. Unser Ziel war daher, ein gemeinsames Führungsverständnis zu entwickeln und die Rolle der Führungskraft klarer zu definieren.

3. Gab es neue Erkenntnisse / Erfahrungen die Sie gemacht haben?

Ein wichtiger Erkenntnisgewinn war, wie bedeutend regelmäßige und gut vorbereitete Feedbackgespräche für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind. Im Workshop wurde unterstrichen, dass Mitarbeitergespräche einen wichtigen Beitrag zur Motivation, Entwicklung und gegenseitigen Wertschätzung leisten. Besonders hilfreich waren die praxisnahen Impulse zur Gesprächsführung – auch für herausfordernde Gespräche. Außerdem wurde anschaulich vermittelt, welche Verhaltens- und Arbeitsweisen durch gezielte Führung und Feedback weiterentwickelt, werden können. Diese Erläuterung bietet eine gute Orientierung für den Führungsalltag.

4. Welche Qualifizierungsaspekte waren aus Ihrer Sicht besonders erfolgreich?

Besonders positiv haben wir das Lernprojekt SysTeam (Metalog) sowie den interaktiven Aufbau der Qualifizierung erlebt. Die Mischung aus fachlichem Input, praxisnahen Übungen, Selbstreflexion und dem Austausch mit den anderen Teilnehmenden hat die Inhalte lebendig und nachhaltig vermittelt. Gerade ein Thema wie Mitarbeiterführung kann schnell theoretisch oder trocken wirken. Durch die abwechslungsreiche Gestaltung, den hohen Praxisbezug und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen und zu reflektieren, entstand jedoch ein sehr motivierendes Lernumfeld. Die Teilnehmenden wurden aktiv eingebunden und konnten viele Impulse direkt auf ihren Führungsalltag übertragen.